Gesundheit / Gleichstellung / Mitgestaltung der Kinder und Jugendlichen

Diese drei Grundhaltungen nehme ich mit aus dem SP Parteiprogramm des Kantons Bern

Gesundheit bedeutet körperliches, gei­stiges, psychisches und soziales Wohl­ befinden und ist ein wertvolles Gut. Ziel einer sinnvollen und umfassenden Gesundheitspolitik ist es, Gesundheits­förderung und Krankheitsvorbeugung sowie Heilung und Linderung von Krank­heiten und Unfallfolgen ganzheitlich zu betreiben und allen zugänglich zu ma­chen.
Die SP will ein Gesundheitswesen mit qualitativ hochstehenden, für alle er­schwinglichen und gerecht finanzierten Leistungen. Alle Menschen sollen Zugang zu den notwendigen medizi­nischen, pflegerischen und therapeu­tischen Leistungen haben. Das Gesund­heitswesen muss als wichtiger Bereich des Service public vom Staat gesteuert und demokratisch kontrolliert werden.

Die Gleichstellung von Frauen und Män­nern ist Voraussetzung für eine demo­kratische Gesellschaft und seit 1981 ver­fassungsrechtlich vorgeschrieben. Bei der Umsetzung wurden in den letzten Jahrzehnten zwar Fortschritte gemacht, aber noch sind die Defizite gross. Augen­fällig ist die Diskriminierung der Frauen beim Einkommen, in staatlichen und wirtschaftlichen Führungsgremien und in der Freiwilligenarbeit.
Die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein zentrales gesellschaftspolitisches Ziel der SP. Sie will Chancengleichheit für Frauen und Männer in Politik, Wirtschaft, Wissen­ schaft und Gesellschaft, kurz: ein ausge­wogenes Verhältnis beider Geschlechter in allen Bereichen und auf allen Ebenen. Nötig sind die klassischen Frauenförde­rungsmassnahmen, aber auch die «ge­nder mainstreaming» genannte Strate­gie. Diese betrachtet Gleichstellung als Querschnittaufgabe und berücksichtigt überall in Politik und Gesellschaft die un­terschiedlichen Lebenssituationen von Frauen und Männern.

Unsere Gesellschaft muss für Kinder und Jugendliche Rahmenbedingungen schaffen, in denen sie sich altersgerecht entwickeln können. Wenn wir ihr Selbst­- und Verantwortungsbewusstsein, ihre Neugier und Leistungsbereitschaft be­reits in jungen Jahren stärken, besitzen sie später genügend Sicherheit, um sich in der Erwachsenenwelt zurecht­zufinden. Voraussetzungen dafür sind Kinderrechte und der Kinderschutz, ein sicheres Wohn­ und Lebensumfeld, eine solide Bildung, die sie aufs bevorstehen­de Berufsleben vorbereitet, und genü­gend Ausbildungsmöglichkeiten, damit sie ihren Platz in der Gesellschaft finden. Kinder und Jugendliche sind eigen­ständige Persönlichkeiten mit Rechten und müssen darum ihr eigenes Umfeld mitgestalten und Einfluss auf ihre Um­gebung nehmen können. Dies weckt das Bewusstsein für die Demokratie. Die frühe Auseinandersetzung mit poli­tischen Entscheidungsprozessen, das Entdecken von Einflussmöglichkeiten ist von zentraler Bedeutung für die Lust auf Mitwirkung und Mitbestimmung.